Islam: Allgemeine Infos
Islam heisst übersetzt Hingabe zu Gott und Muslime sind die, die sich Gott unterwerfen. Im Islam wird zu Allah, dem einzigen Gott gebeten. Mohammed hat eine Erscheinung gehabt. Ein Engel hat ihm erzählt, dass er ein Prophet, also ein Bote Gottes sei. Für die Gläubigen ist Mohammed ein einfacher, sterblicher Mensch und seine Lehre verspricht jedem Menschen, der den Gesetzen Allahs folgt, ein glückliches und friedliches Leben. Der Koran ist das heilige Buch und die Lehre des Islams und stammt direkt von Gott.
Die 5 Säulen des Islams
Im Islam gibt es fünf Säulen. Die erste Säule ist das Bekenntnis zu Allah und seinem Propheten Shahada. «Es gibt keine Gottheit außer Gott, und Mohammed ist der Prophet Gottes.» Dieser Satz muss mit ernster Absicht gesagt werden können, damit der Islam als Glaube angenommen ist. Die zweite Säule ist der Salat, der fünf Gebete am Tag beinhaltet. Es muss nicht in einer Moschee gebeten. Die Gläubigen beten dort, wo sie gerade sind, aber in Richtung Mekka. Die dritte Säule ist die Armensteuer (Sakat). Einmal im Jahr werden 2.5 Prozent ihres Einkommens an bedürftige Menschen geben, sofern sie nicht selber arm sind. Die vierte Säule ist der Saum, das Fasten während des Ramadans. Solange die Sonne steht, wird nichts gegessen, getrunken, geraucht oder Geschlechtsverkehr gehabt. Alte, Kranke, Kinder, Schwangere und Reisende sind vom Fasten ausgenommen. Dieser ist im neunten Monat im islamischen Kalender. Die fünfte Säule ist die Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch). Mindestens einmal im Leben soll jeder Muslim zu dieser heiligen Stadt in Saudi-Arabien reisen und die Kaaba in der Moschee siebenmal umrunden. Diese steht in der Mitte der Al-Haram-Moschee. Pilger sprechen in dieser Moschee Gebete und berühren einen heiligen Stein, der in die Kaaba eingelassen ist.
Islam im Vergleich zum Christentum
Jesus Christus ist im Islam ein zentraler Prophet. Seine Rolle als Gottes Sohn wird jedoch abgelehnt. Der Islam ist eine sehr strikt monotheistische Religion und lehnt jegliche Gottesverehrung neben Allah ab. Zudem ist das anfertigen und verehren von Abbildungen von Gott oder den Propheten streng untersagt. Das Christentum ist in diesen Punkten nachlässiger, obwohl auch in der Bibel das Verehren anderer Götter und das Erstellen von Bildnissen verboten ist. „…Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist…“ (Exodus 20,3&4). So gibt es durch die Heiligenverehrung im katholischen Christentum und die Dreifaltigkeit gewisse polytheistische Ansätze sowie durch die Ikonenmalerei von Heiligen auch Bildnisse welche verehrt werden.
Literatur
Ahmadi, Zeinab (2017): Der Umgang mit muslimischen Schülerinnen und Schülern an Berner Schulen. Eine Entwicklungsarbeit. Masterarbeit eingereicht an der PH Bern: Institut IS1